Durchatmen in Hanoi

Warum Vietnam führend bei der Bekämpfung von Covid-19 ist

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Karaoke im Wohnzimmer: Minhs Enkel singen den Corona-Song in Hanoi. Foto: CTM

Ein giftig grünes kleines Monster schwebt grinsend im virtuellen Raum. Zwei Menschen mit Mundschutz tanzen mit ihm über einen Handy-Bildschirm. Phuc, Hoang und Trang, vier, fünf und neun Jahre alt, verbiegen sich vor Lachen. Die beiden Jungen und ihre Schwester tanzen mit. Zu Hause in Hanoi haben sie die Lautstärke bis zum Anschlag aufgedreht, zur Freude ihrer 61-jährigen Großmutter Cao thi Minh. Wie Millionen junger Menschen im ganzen Land singen ihre Enkel den Corona-Song https://www.youtube.com/watch?v=BtulL3oArQw : „Mitten im Frieden taucht ein Virus auf“, heißt es da. „Obwohl es klein ist, ist es grausam. Wir haben auf jeden Fall die Verantwortung, um es am Ausbreiten zu hindern! Wasch deine Hände, reib, reib, reib gleichmäßig! Berühre nicht deine Augen, Nase und Mund! Vermeide den Besuch von übervollen Orten! Schlag das Virus zurück!“ Im Zeichentrick übernehmen dass zwei Finger einer Hand im weißen Schutzhandschuh. Sie geben dem jetzt böse dreinschauenden Virus einen kraftvollen Stups.

 

 Lustiger Corona-Song an die Adresse der Jugend

 

„Corona! Ohh, Ohh, Corona!“, schallt es fröhlich durch Minhs Wohnzimmer, das seit der Schließung von Kindergärten und Schulen Ende Januar zum Spielplatz wurde. Alle haben verinnerlicht, warum sie mehr als sonst auf Hygiene achten und immer einen Mundschutz tragen sollen. Rasant, wie sich das Virus in der Welt ausbreitete, ging die Botschaft der Regierung durchs Internet. Mehr als 62,8 Millionen Klicks* verzeichnete das Video bisher auf Youtube. Viele junge Vietnamesen fühlten sich von der Melodie, einem bereits bekannten vietnamesischen Hit, angesteckt. Krankenschwestern, Hotelpersonal, Mitarbeiter großer Firmen, unzählige junge Frauen und Männer, von Bergbewohnern bis hin zu Beschäftigten im Airport Cam Ranh am Südchinesischen Meer, performten dazu, stellten ihre eigenen Aufnahmen auf die Video-App TikTok. Vor laufender Kamera halten sie Abstand zueinander, desinfizieren sich die Hände, nehmen eine Maske vor das Gesicht.

Mit dem Video scheint dem Gesundheitsministerium, das dafür mit bekannten Künstlern wie dem jungen Tänzer und Choreographen Quang Dang zusammenarbeitete, ein Coup gelungen zu sein. Anstelle von den üblichen Parolen der Partei auf den sonst über Hauptstraßen gespannten roten Transparenten und Plakaten verpackten die Behörden geschickt die für die Bekämpfung von Covid-19 wichtigen Informationen und Weisungen in ein Lied. Per Social-Media Kanäle brachten sie es unters Volk. Das ist jung, zwei Drittel der rund 96 Millionen Einwohner Vietnams gehören zu den unter 35jährigen. Nur 7,9 Prozent der Menschen sind 65 Jahre und älter. Längst gelten Handys nicht mehr als Statussymbol. Bereits 2018 entfielen 147 200 Mobilfunkanschlüsse auf 100 000 Einwohner. So traf der Song auf eine technikaffine Bevölkerung.

 

Strikte Isolation nach den Feierlichkeiten zum Neujahrsfest Tet

 

Sehr effizient, offen und transparent hat Vietnam auf die sich anbahnende Krise reagiert – lobte die WHO. Bereits einige Tage, nachdem Hanoi am 23. Januar den ersten Infizierten meldete, erklärte die Regierung unter Premierminister Nguyen Xuan Phuc öffentlichkeitswirksam dem Virus den Krieg. Die Hiobsbotschaft fiel in die für Vietnamesen schönste Zeit des Jahres, mitten in die Feierlichkeiten zum Neujahrs-Fest Tet, das nach dem Mondkalender am 25. Januar begangen wurde. Wie in jedem Jahr rollte auch in diesem eine Reisewelle durchs Land ebenso in China, mit dem Vietnam eine 1100 Kilometer lange Grenze verbindet. Traditionell steht zu dieser Zeit die Großfamilie im Mittelpunkt, jeder beglückwünscht die Nachbarn persönlich. Pagoden und Tempel, in denen mit jahrhundertealten Zeremonien und dem Anzünden von Räucherstäbchen der Ahnen gedacht wird, waren Ziel tausender, frohgelaunter Menschen. Seitdem blieben in fast allen Provinzen wie auch in der Hauptstadt Bildungseinrichtungen geschlossen. Großveranstaltungen wurden unterbunden, Einreisekontrollen an den internationalen Flughäfen verstärkt. Als in einem Dorf in der Nähe von Hanoi mehrere Menschen positiv auf das Virus getestet wurden, mussten 10 000 Einwohner für 21 Tage in Quarantäne. Bauern blieben auf ihren Produkten sitzen, die sie sonst gewinnbringend in der Stadt verkaufen konnten. Mit schnell eingerichteten Notfallkrankenhäusern, die Tausende Patienten versorgen können, hatten sich die großen Städte wie Hanoi im Norden und Ho-Chi-Minh-City im Süden auf die Folgen der Epidemie vorbereitet. Der Staat mobilisierte alle verfügbaren Mitarbeiter in den Gesundheitszentren der Provinzen, Parteikomitees, rgermeister, Polizei und die Armee. Doch die erwartete Welle blieb aus.

 

Das Virus reiste im Flieger aus Europa zurück nach Vietnam

 

Während der Nachbar China mit der Wahrheit über den Ausbruch von Covid-19 in Wuhan rang, zählte Vietnam gerade einmal 16 nachgewiesene Fälle. Anfang März konnten alle Personen genesen entlassen werden. Rückkehrer, die die Feiertage in China und Südkorea verbracht hatten, wurden in eigens dafür geschaffenen separierten Unterkünften r 14 Tage isoliert. Sie erhielten Gesundheitschecks, kostenlose Mahlzeiten und – wie auch im letzten Weiler Vietnams üblich – WLAN.

Fast schien es, als habe das südostasiatische Land noch mehr Zeit, um sich auf den Ernstfall einstellen zu können. Aber dann landete am 2. März eine Maschine der Vietnam-Airline von London in Hanoi. Wie sich in den folgenden Tagen herausstellte, war das Virus auf dem Flug 0054 mitgereist und hatte sich unter den Passagieren verbreitet. Vietnamesen nahmen es mit nach Hause, Ausländer zu touristischen Zielen wie den von Ethnien bewohnten Bergregionen im Norden, zur berühmten Ha Long-Bucht und in die Hafenstadt Da Nang in der Mitte des Landes. Am 15. März schloss Vietnam seine Grenzen zum Schengen-Raum. Zuvor hatte die Regierung Direktflüge nach Südkorea und zu seinem wichtigsten Handelspartner – China, ausgesetzt. Die Grenzübergänge wurden anfangs auch für den Güterverkehr geschlossen, dann aber, unter strengen Auflagen, wieder geöffnet.

 

Verfolgung der Infektionsketten über mehrere Ebenen

 

Vom ersten nachgewiesen Fall an versuchten die Behörden akribisch die Infektionsketten über mehrere Ebenen hinweg zu erfassen und potentielle Träger des Virus aufzuspüren. Die Kommunistische Partei nutzte dafür ihre Strukturen wie die Volkskomitees zentral geführter Städte und Provinzen bis hin zum Dorfbürgermeister. Positiv auf Covid-19 Getestete wurden zeitweise unter Quarantäne und selbst danach unter strenge Bewegungsauflagen gestellt. Auf der Seite des Gesundheitsministeriums sind alle Fälle für jedermann einsehbar ausführlich beschrieben, mit Staatsangehörigkeit, Beruf, Geschlecht, Alter und Verwandtschaftsgrad bis hin zu Informationen, wo sie sich infiziert haben und wie schwer sie erkrankt sind. Diese Offenheit spürten Betroffene manchmal als großen Nachteil, wenn wegen ihnen ganze Straßenzüge abgeriegelt und sie in sozialen Netzwerken für die Ausbreitung des Virus verantwortlich gemacht worden. Gerüchten zufolge, einer der Minister könnte infiziert sein, trat das Ministerium mit Fakten entgegen. Auffällig ist, dass viele Menschen, deren Test auf das Virus positiv ausfiel, vorher per Flugzeug unterwegs waren.

 

Weit höhere Testdichte als in Deutschland

 

Als sich Ende März herausstellte, dass eine der renommiertesten Kliniken des Landes, das Bach Mai Krankenhaus in Hanoi, zu einem Hotspot wurde, erreichte diese Neuigkeit die Einwohner nicht über den Buschfunk, sondern über aktuelle Nachrichtensendungen im Fernsehen. Da die Klinik landesweit einen guten Namen hat, nehmen jährlich viele Vietnamesen einen weiten Weg auf sich, um dort eine Behandlung zu erhalten. Dieser Umstand war ein Alarmsignal für die Behörden. Um sich einen Überblick zu verschaffen, wer sich seit dem 10. März im Krankenhaus aufgehalten oder mit dem Personal Kontakt hatte, mobilisierte die Regierung landesweit Nachbarschaftskomitees. Seitdem gingen Straßen- und Quartierverantwortliche mit Listen von Tür zu Tür, darunter auch Minh in Hanoi. „Die Leute mussten uns nicht nur versichern, dass sie nicht im Bach Mai Krankenhaus waren, sondern ihre Aussagen auch unterschreiben“ erzählt sie. Jeden Tag bekam sie mehrere SMS mit Informationen der Gesundheitsbehörden auf ihr Handy. Im Land entwickelte Corona-Apps, mit deren Hilfe infizierte Personen geographisch verortet werden, erlebten einen großen Zuspruch. Und das trotz der Erfassung von sensiblen Daten wie Namen, Adressen und Gesundheitszustand.

Im Vergleich zu Deutschland hatte Vietnam frühzeitig eine extrem hohe Test-Dichte. Auf einen Infizierten kamen am 5. April 360 getestete Personen, in Deutschland waren das zu diesem Zeitpunkt gerade einmal zehn. Von der WHO zertifizierte Test-Kits stellt das Land selbst her und exportiert sie mittlerweile auch nach Europa.

 

Appelle an das Volk in unvergessener Kriegsrethorik

 

Von Anfang an liefen die Fäden zur Eindämmung der Pandemie bei Premierminister Nguyen Xuan Phuc persönlich zusammen. Für Appelle ans Volk wählte er die bei den über 60-Jährigen unvergessene Kriegsrethorik „Die nächsten 15 Tage sind entscheidend für den Kampf Vietnams gegen die Pandemie“, sagte er am 1. April. „Daher ist es notwendig, dem Prinzip zu folgen - jeder Haushalt, jedes Dorf, jede Gemeinde, jeder Bezirk und jede Provinz ist eine Hochburg. Jeder Einzelne ist der Soldat, der die Pandemie bekämpft.“ Die vor authentischem Flair und Lebensfreude sprühende 1000jährige Hauptstadt verfiel wie das gesamte Land in einen Dämmerschlaf. Das Leben zog sich hinter die alten Mauern und die der vielen Hochhäuser zurück. Hotels, Restaurants, Märkte, kleine Geschäfte und große Einkaufscenter wurden geschlossen. Wer konnte, arbeitete von zu Hause aus, blieb daheim, auch weil der Arbeitsplatz verloren ging. Hingegen hatten Bestellservice für Lebensmittel Konjunktur. Die Leute sparten sich wegen der Ansteckungsgefahr den Weg zum noch offenen Supermarkt. Wo sich sonst täglich Tausende Mopeds durch die Straßen der Altstadt ihren Weg frei hupten, Reiseleiter angesichts des nie versiegenden Verkehrsstroms mit ihren Gästen beim Wechsel der Fahrbahnseite das Schwimmen wie durch einen Fluss übten – Leere. Stille. Die Luft wurde besser. Vogelstimmen aus unzähligen Käfigen, die zahlreich in der Stadt vor geschlossen Hauseingängen und Balkonen hängen, vereinten sich zu einem hörbaren Frühlingskonzert. So ein Hanoi, sagten die Alten, hätten sie noch nie erlebt. Ohne den Singsang der Straßenhändler, die ihre Waren anpreisen, ohne den gewohnten Schwatz mit den Nachbarn und dem bunten, quirligen Leben vor der Haustür

 

 Harter Schlag für prosperierende Wirtschaft

 

Vietnams prosperierende Wirtschaft traf der Lockdown wie ein Schlag ins Gesicht. Bis zur Krise boomte der Dienstleistungssektor, insbesondere der Groß- und Einzelhandel, die Logistik- und Tourismusbranche. 2018 kamen 15,5 Millionen ausländische Besucher ins Land, knapp 20 Prozent mehr als im Vorjahr und doppelt so viele wie 2015. Laut World Travel and Tourism Council erwirtschafteten touristische Dienstleistungen 9,2 Prozent des vietnamesischen Bruttoinlandsprodukts. Die Branchenumsätze beliefen sich nach dem Tourismusverband auf 28 Milliarden US-Dollar, 60 Prozent hiervon wurden durch ausländische Besucher generiert. Rund 30 Prozent aller internationalen Besucher stammten aus China. Die vietnamesische Tourismusbehörde schätzt, dass das Virus den Tourismussektor zwischen 5,9 bis 7,7 Milliarden US-Dollar schädigen werde. Seit dem 22. März bis auf weiteres hat Vietnam die Einreise für alle Ausländer ausgesetzt. Die Flugverbindungen innerhalb des Landes wurden inzwischen wieder aufgenommen.

Vietnam ist nach Indien und Thailand der drittgrößte Exporteur von Reis weltweit. Das Land exportierte im vergangenen Jahr rund 6,37 Millionen Tonnen dieses für die einheimische Bevölkerung wichtigsten Grundnahrungsmittels im Wert von umgerechnet 2,6 Milliarden Euro. Doch wegen der Folgen von Covid-19 stoppte die Regierung die Reis-Exporte. Im April wurde zunächst der Export von nur 400.000 Tonnen Reis erlaubt. Mittlerweile aber lautet die Zielsetzung für dieses Jahr sechs Millionen Tonnen für den Export, 65 Millionen Tonnen für das Land.

 

Reis-ATM für die arme Bevölkerung

 

Seit einigen Wochen gibt es überall Reis-ATM. Einfache Automaten, die für den Erfindungsgeist und die Flexibilität dieses Volkes stehen. Über Nacht hatten sich Geschäftsleute und Firmeninhaber zusammengetan, um die lebenswichtigen Spenden zu ermöglichen. Sie kommen unter anderem denen zugute, die als Tagelöhner in den Städten arbeiten und oft von der Hand in den Mund leben. Die Regierung hat für arme Haushalte ein staatliches Finanzhilfepaket im Wert von 2,6 Mrd. US-Dollar geschnürt.

Wie auch in Deutschland fragen sich die Menschen, ob sie noch die Miete im nächsten Monat zahlen können, auch wenn es in Vietnam eher zur Tradition gehört, ein Haus oder eine Wohnung zu besitzen. Sie fürchten um ihre Jobs und um ihren erreichten Lebensstandard. Laut Regierungsangaben mussten 35 000 Unternehmen im ersten Quartal dieses Jahres Konkurs anmelden. Als im April ein Mitarbeiter von Samsung im Norden Hanois positiv auf das Virus getestet wurde, stoppte die Produktion. Zwei Hilfspakete in Höhe von 10,5 Milliarden US-Dollar und 1,8 Milliarden US-Dollar sollen bereitgestellt werden, um der Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Klar ist, dass Vietnam seine selbstgesteckte Zielmarke von 6,8 Prozent Wirtschaftswachstum 2020 nicht erreichen wird und mit schmerzhaften Einbußen rechnen muss“, schreibt die Friedrich-Ebert-Stiftung mit Sitz in Hanoi zu den Folgen der Pandemie.

Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) werde Vietnam in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent erreichen, das höchste in Südostasien. Vietnams Premier will sich damit jedoch nicht abfinden. In einer Regierungssitzung am 5. Mai plädierte er dafür Maßnahmen zu diskutierten, um diesen Prozentsatz zu überbieten.

 

Unterricht in Schulen ohne Masken

 

Seit dem 23. April führt die Regierung das Land mit Bedacht zurück zur Normalität. Nach wochenlanger Isolation genießen viele Menschen einen Spaziergang, essen mit Stäbchen in wieder geöffneten Straßenrestaurants oder gehen zum Friseur. Großveranstaltungen wird es vorerst keine geben. Die aus dem vietnamesischen Alltag nicht wegzudenkenden Karaoke-Bars und Diskotheken bleiben geschlossen. Im öffentlichen Nahverkehr müssen in Bussen Plätze frei bleiben.

Seit dem 4. Mai öffneten die Schulen in Hanoi und in allen 63 Provinzen. Der Unterricht findet unter Hygieneauflagen statt, dazu gehören die Temperatur zu messen und häufiges Händewaschen mit Seife. Wie der Auslandskanal „Stimme Vietnam“ berichtete, vertreten Experten die Meinung, dass Schulen keine große Gefahr für die Ausbreitung der Epidemie seien, sondern eher Krankenhäuser, Märkte und öffentliche Verkehrsmittel. In den Klassenräumen müssen Schüler keinen Mundschutz tragen, aber in den Pausen, wenn sie sich versammeln. Das laufende Schuljahr wird erst am 15. Juli enden, eineinhalb Monate später als üblich.

Lehrerinnen und Lehrer genießen in Vietnam hohe Anerkennung. Da sie mit am längsten unter den Auswirkungen der Pandemie zu leiden hatten, solidarisierten sich viele Eltern mit ihnen, spendeten Geld oder kauften ihnen Produkte ab, die ihre auf dem Land lebenden Angehörigen selbst herstellten, beispielsweise frischen Saft.

Die Regierung beharrt auch weiterhin auf Maßnahmen wie Quarantäne, Testen von Personen, die in Verbindungen zu bestätigten Fällen stehen und dem frühzeitigen Erkennen kleiner Hotspots, um zu verhindern, dass sie größer werden. Zum Alltag gehört einfacher Mund- und Nasenschutz. Den trugen viele Menschen schon vor dem Ausbruch des Virus – gegen Abgase. Paradoxer Weise hätten sie während des Lockdowns in den Großstädten wegen der besseren Luft keinen mehr gebraucht, wenn da nicht Covid-19 in der Welt wäre.

Mit einem für Vietnam positiven Ausgang? Das kann heute noch niemand mit Gewissheit sagen. Im Zeichentrick zum Corona-Song stehen sich am Ende zwei junge Menschen gegenüber, Mann und Frau. Sie tragen Masken. Doch zwischen ihnen hüpft ein rotes Herz.

 

 

 

*Hintergrund Covid-19 in Vietnam:

Bis zum 8. Juli gab es laut dem Gesundheitsministerium im Zusammenhang mit dem Virus keinen Todesfall. 369 Menschen wurden positiv getestet, 347 gelten als genesen. Die zuletzt am 3. Juli auf Covid-19 positiv getesteten 14 Personen kamen mit dem Flugzeug aus Bangladesch. Innerhalb des Landes wurden seit dem 16. April keine Neuinfektionen verzeichnet.

 

Stand: 8. Juli 2020

Quelle: https://ncov.moh.gov.vn/

 

 

Dieser Artikel erschien in abgeänderter Form  in der Wochenzeitung der freitag (Ausgabe22 /2020) https://digital.freitag.de/2220/durchatmen-in-hanoi/

* Die Anzahl der Klicks zum Corona-Song auf youtube sind am 25. September 2020 aktualisiert worden.